Dosenobst




Gleich vor weg, Sinn hat dieses Programm keinen. Es ist erschreckend lustig. So trivial, dass wirklich jeder etwas damit anfangen kann. Kiwi, Apfel, Banane. Die Komik des Dilettanten Kropsch hängt sich an den Hals und würgt einen bis zur letzten Sekunde. Endlich scheint ein Augenblick von Langeweile aufzutauchen, aber nein da zerstört er ihn mit einer flapsigen Bemerkung ins Publikum die natürlich schon wieder für schallendes Gelächter sorgt. Kokosnuss und Ananas. Kunst ist das keinen Falls, geschweige denn Literatur. Hätte ich nicht Bauchweh vom Lachen gehabt ich wäre sofort aufgestanden und gegangen.
(Mitautor Jürgen Miedel über Dosenobst)

Dosenobst ist ein kurzer Ausschnitt eines Künstlerlebens. Und das, wie sollte es auch anders sein, findet auf der Bühne statt.Ein junger Schriftsteller, Poet und Universalgenie, veranstaltet eine Lesung. Während er dem Publikum seine "Meisterwerke" präsentiert gleitet er jedoch immer wieder vom Weg ab. Er versucht zu erklären woher seine "großartigen" Ideen kommen und stößt dabei auf die Frage nach dem Sinn oder Unsinn moderner Kunst, die er sich selbst jedoch nie stellen würde. Das führt vor allem dazu, ganz egal was man von moderner Kunst halten mag, daß ihr der Ernst genommen wird. So hat man Teil an den verschiedensten Episoden eines Lebens voller Verücktheiten und bekommt die künstlerischen Auswüchse die diese tragen gleich mitgeliefert. Zum Schluss wird nur noch gesagt was gesagt werden muss: Ende!

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